Einleitung

Gibt es wohl auf italienischem Boden eine Gegend, wo man auf engem Raum einer einzigen Provinz eine immense Vielfalt an köstlichen Weinen und Speisen findet?

Ja, in der Provinz Cuneo! In vieler Hinsicht ist dieses Land eher provenzalisch, weniger zur Po-Ebene gehörig, ist es doch Schmelztiegel verschiedener Geschmacksrichtungen und Kochkünste, wo sich Düfte und Aromen kreuzen und bereichert werden von Einflüssen aus Frankreich, Ligurien sowie aus dem nahen Aosta-Tal. Seine kulinarische Geschichte lehrt uns, dass Cuneo immer äußerst zurück-haltend in der Darbietung seiner Kulinaria gewesen ist, die fast nie über das Monferrato und die Ebene um Savigliano hinaus gelangte, wenngleich vieles davon die Tafeln des Hauses Savoyen in Turin oder die der Visconti in Mailand oder der Doria in Genua adelte.

Die Renaissance seiner Weine und seiner Gastronomie ging von Alba aus, der lebhaften Metropole der Langhe: die Starköche der Welt erkannten in der Schlichtheit und Strenge der Cuneeser Küche ein Kleinod von Raffinesse und Tradition und zollen ihr nun überall höchste Anerkennung.

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